Historisches Gaststättenschiff

mit 70 Plätzen im Schiffsinnern und
100 Außenplätzen auf 4 Terrassen

Drei-Mast Grosssegler „VIDAR“

 

1877 als Schaluppe „VIDAR“ von Johann Selsvik in der Werft von Hardanger für Ole H. Lien, Aad Haakonsen und Ole Volland aus Vikoy, für 4000 Kronen gebaut worden. Sie hatte einen Mast, eine Länge von 73 Fuß und eine Breite von 17 Fuß.

1898 wurde sie neu aufgetakelt und erhielt eine Galeas-Takelage. Das Schiff fuhr mit 4 Mann Besatzung und beförderte Klippfisch, Heringe, Holz und Stückgut bis Spanien, Polen, Deutschland, Dänemark und Schweden.

1919 wurde ein Finnoy-Motor mit 40 PS eingebaut.

1922 kaufte Alfred Synnevag aus Horvag die „VIDAR“. Im 2. Weltkrieg transportierte die „VIDAR“ Sand zum Bau deutscher
U-Boot-Bunker und nahm an Seenotrettungsmaßnahmen teil.

1949 wurde sie vollständig umgebaut. Das Schiff ist auf 90 Fuß verlängert und um 5 Fuß verbreitert worden.

1978 verkaufte A.Synnevag sein Schiff nach Deutschland an Wilhelm Ehlers in Büsum. Die Renovierungsarbeiten und der Umbau dauerten bis 1982. Aus der ehemals unansehnlichen Schaluppe „VIDAR“ wurde nun der Drei-Mast Gaffelschoner „VIDAR“. Er erhielt zwei zusätzliche Masten und hatte nun eine Gesamtsegelfläche von insgesamt 560 qm.

1982 sorgt nun auch ein neuer 320 PS-Diesel-Motor bei Flauten für gute Fahrt, ein 30 und ein 24 KVA-Generator brachten Strom an Bord. Bei voller Fahrt erreichte der Windjammer 10 Knoten. Sein Meßbrief war nun auf eine stattliche 40 m Länge, 7 m Breite, 3,6 m Tiefgang und einer Masthöhe von 27,5 m ausgestellt. Die Stammbesatzung umfasst 6 – 8 Personen. In 30 Kojen, 5 Bädern, 1 Küche und einem gemütlichen wie geräumigen Mannschaftsraum hatten weitere Gäste Platz für Segeltörns. Ausgerüstet mit Sprechfunk, Radar, AP-Navigator und automatischer Steuerung war der Windjammer technisch auf dem neuesten Stand. Von 1982 bis 1993 besegelte die „VIDAR“ als extravaganter Segler nun die Nord- und Ostsee und wurde von zahlreichen Personen des öffentlichen Lebens und vielen Großkonzernen gerne eingemietet. Der immerfreundliche Wilhelm Ehlers und seine Mannschaft waren der Garant für schöne und stimmungsvolle maritime Erlebniswochenenden.

1994 wurde die „VIDAR“ völlig neu restauriert. Der Rumpf wurde im Trockendock durch eine Staudamm-Fachfirma mit 10 cm wasserdichtem Hochdruckbeton überzogen, alsdann das gesamte Innenschiff zu einem gemütlichen Restaurant umgebaut. Seit dem wurden viele Gäste im Hafenbecken des Nordsee-Kurortes Büsum kulinarisch verwöhnt.

1997 bekommt das gesamte Schiffsdeck ebenfalls eine schützende Betondecke. Die gesamte äußere Betonhülle brachte dem Rumpf des Seglers einen extremen Stabilitätszuwachs – ähnlich einem Korsett. Zudem ist ein Sinken durch Verrottungen oder Feuer damit faktisch ausgeschlossen.

2000 verkauft Wilhelm Ehlers sein Schiff an Astrid und Thomas Lamla, die das betagte maritime Juwel in die Ostsee holten. Zunächst ist es geplant, den Großsegler als Restaurant im Hafen von Wolgast zu eröffnen. Dann jedoch entschließen sich die
Eigentümer, den entgültigen Liegeplatz im historischen Hafen von Peenemünde einzunehmen.

2001 zu Ostern, genau zwei Jahre nach Eröffnung des U-Boot-Museums, öffnet der historische Großsegler als „Piratenschiff VIDAR“ nun seine Stelling. Sie können jederzeit in und auch außerhalb der Saison, an jedem Sonnabend, ein kulturelles Piratenspektakel mit 7 Gängen als unvergleichliches Erlebnis an Ost- und Nordseeküste bei uns vorbestellen.

Dafür können Sie über 038371-28499 buchen.

2002, am 6.Oktober, zerstörte ein Großbrand das idyllische Restaurantschiff mit dem besonderen Ambiente und hinterließ fast eine Brandruine. Das Vorschiff samt Küche und der Gastraum brannten völlig aus. Nur dem Umbau 1997 mit der Betonummantelung ist es zu verdanken, dass der historische Großsegler „Piratenschiff VIDAR“ nicht sinken konnte. Aber auch dieses Unglück konnte die Eigner und die Besatzung nicht abschrecken, an dem Plan festzuhalten, das kulturelle Spektakel fortzuführen.

2002, also noch im gleichen Jahr, begann die Besatzung mit den Aufräumarbeiten, um die Voraussetzung zu schaffen, dieses schöne alte historische Schiff wieder aufzubauen.

2003, nachdem die Brandreste beseitigt waren, begann im Frühjahr der Wiederaufbau. Es wurde der Gastraum vergrößert, mit antiken Möbeln und vielem zusätzlichen Zubehör ausgestattet, um die Gäste mit einem völlig neuen Ambiente, mit dem Flair eines „Piratenschiffes“ zu überraschen. Die Kombüse wurde auf das Oberdeck verlagert. Nun kann der Küchenchef in einer wesentlich größeren Kombüse wirken.

2004, am 21.07. feierten die Eigner, die gesamte Besatzung und zahlreiche geladene Gäste die Wiedereröffnung.

Seit dem verwöhnen Sie wieder der 4-Seesterne Küchenchef und das Piratenteam am Tage gern mit preiswerten und wohlschmeckenden Gerichten aus ihrer Küche.